Das Patenamt

„Liebe Paten, die Eltern dieses Kindes haben Sie gebeten, das Patenamt zu übernehmen. Sie sollen Ihr Patenkind auf dem Lebensweg begleiten, es im Glauben mittragen und es hinführen zu einem Leben in der Gemeinschaft der Kirche. Sind Sie bereit, diese Aufgabe zu übernehmen und damit die Eltern zu unterstützen?“

(Rituale Romanum, Feier der Kindertaufe)

 

Die Kirche kennt das Patenamt seit der frühesten Zeit. Ursprünglich begleiteten Paten Erwachsene auf dem Weg der Glaubensunterweisung (Katechumenat). Heute stehen sie Kindern zur Seite, die noch nicht selbst glauben können. Doch die Aufgabe bleibt die gleiche: Begleiter des Glaubens zu sein.

 

Nach dem Codex Iuris Canonici gilt:

 

„Einem Täufling ist, soweit dies geschehen kann, ein Pate zu geben; dessen Aufgabe ist es, dem erwachsenen Täufling bei der christlichen Initiation beizustehen bzw. das zu taufende Kind zusammen mit den Eltern zur Taufe zu bringen und auch mitzuhelfen, dass der Getaufte ein der Taufe entsprechendes christliches Leben führt und die damit verbundenen Pflichten getreu erfüllt.“

(CIC can. 872)

 

Damit das Patenamt fruchtbar sein kann, braucht es Glaubwürdigkeit und innere Bereitschaft. Die Kirche nennt klare Voraussetzungen:

 

„Der Pate muss geeignet und bereit sein, diesen Dienst zu leisten; er muss das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben, katholisch, gefirmt und praktizierend im Glauben leben.“

(vgl. CIC can. 874 §1)

 

Paten sind keine symbolischen Figuren, sondern Zeugen der Hoffnung. Sie sollen den Eltern zur Seite stehen, wenn der Glaube schwerfällt, und dem Kind als Beispiel zeigen, was es heißt, Christus nachzufolgen.

 

💭 Reflexion

  • Wem verdanke ich meinen eigenen Glauben?
  • Was bedeutet es mir, meinem Patenkind ein geistliches Vorbild zu sein?
  • Wie kann ich konkret helfen, dass das Kind mit der Kirche in Berührung bleibt?

 

Kurz-Check für Paten

 

  • Ich lebe in einer lebendigen Beziehung zu Christus.
  • Ich bin gefirmt und nehme am kirchlichen Leben teil.
  • Ich bin bereit, mit dem Kind zu beten und es in kirchliche Feste einzuführen.
  • Ich stehe den Eltern auch menschlich und geistlich zur Seite.