Glaube wächst im Alltag – im Rhythmus des Lebens, nicht nur in der Kirche. Kinder lernen Glauben nicht zuerst durch Unterricht, sondern durch Erfahrung, Nachahmung und Atmosphäre.
„Sie sollen Ihr Kind im Glauben erziehen und es lehren, Gott und den Nächsten zu lieben, wie Jesus es vorgelebt hat.“
(Rituale Romanum)
Die Glaubenserziehung besteht also aus einem Dreiklang:
✝️ Praktische Wege der Glaubenserziehung
Gebet
Das tägliche Gebet – am Morgen, vor dem Essen, am Abend – ist ein einfacher, aber tiefer Ausdruck des Vertrauens. Kinder lernen: Gott ist da, immer.
Tipp: Das Kreuzzeichen mit dem Kind beten, das Taufdatum in den Kalender schreiben, die Taufkerze an besonderen Tagen anzünden.
Gottesdienst
Der Sonntagsgottesdienst ist die Quelle des Glaubens. Auch wenn Kinder unruhig sind – sie gehören dazu! Der Klang des Gebets, die Lieder, die Atmosphäre prägen mehr, als Worte es können.
Biblische Erzählung
Die Bibel ist die Lebensgeschichte Gottes mit den Menschen. In der Familie darf sie lebendig werden – in Kinderbibeln, Symbolen, Spielen.
Christliche Feste
Feiern prägen das Glaubensjahr: Adventskranz, Osternacht, Pfingstfest, Namenstag, Tauftag. Kinder erleben: der Glaube hat eine eigene Zeit.
Vorbild
Kinder glauben ihren Eltern mehr, als sie ihnen zuhören. Authentizität zählt. Glaube wird nicht durch Perfektion vermittelt, sondern durch Treue, Liebe und Barmherzigkeit.
💭 Reflexion
Seit Februar 2021 bin ich Pfarrer in der Pfarrei Hergiswil am See, Nidwalden (NW).
Stephan Schonhardt, Dorfplatz 15, CH-6052 Hergiswil am See
Sekretariat: +41 (0) 41 632 42 22
Direkt: +41 (0) 41 632 42 25
Deutschland: Stephan Schonhardt, Postfach 1101, D-79803 Dogern
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