„Die Taufe ist die Eingangspforte zu den Sakramenten; ihr tatsächlicher Empfang oder wenigstens das Verlangen danach ist zum Heil notwendig; durch sie werden die Menschen von den Sünden befreit, zu Kindern Gottes neu geschaffen und, durch ein untilgbares Prägemal Christus gleichgestaltet, der Kirche eingegliedert.“
(Codex Iuris Canonici can. 849)
Die Taufe ist kein menschliches Versprechen, sondern zuerst ein göttliches Handeln. Gott selbst handelt im Zeichen des Wassers und des Wortes: Er ruft das Kind beim Namen, wäscht es rein und lässt es teilhaben an seinem Leben. Das Wasser steht für Reinigung, Leben und Geburt – es ist das sichtbare Zeichen für das unsichtbare Geheimnis der Gnade.
In der Taufe wird das Kind „in Christus eingetauft“ (vgl. Röm 6,3). Das bedeutet: Es wird hineingenommen in seinen Tod und seine Auferstehung. Darum ist die Taufe zutiefst österlich: Sie macht das Leben des Kindes zum Ort, an dem das Paschamysterium wirksam wird.
Die Kirche glaubt, dass in der Taufe der Mensch mit einem unauslöschlichen Siegel gezeichnet wird – ein unauslöschliches Zeichen der Zugehörigkeit zu Christus. Nichts kann diese Gnade zerstören, aber sie will genährt und gepflegt werden durch den Glauben.
💭 Reflexion
Seit Februar 2021 bin ich Pfarrer in der Pfarrei Hergiswil am See, Nidwalden (NW).
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